Die Chronik von Crossen ab 1500

Den Kampf gegen Unterdrückung und feudale Ausbeutung der Bauern im Großen Deutschen Bauernkrieg(1524/1525), wurde in unserer Gegend besonders durch den Zwickauer Thomas Müntzers beeinflusst. Die Feudalherren wurden hier zulande blutig und grausam unterdrückt.

Bei ausbrechenden Bränden stellte besonders die primitive Bauweise der Häuser eine große Gefahr dar, da sich die Brände meist zu Großfeuern ausbreiteten. Am 25.September 1518 fielen fünfzehn Bauerngütern den Flammen zum Opfer. Zu weiteren Großbränden kam es: 1840, 1846 und 1865. Viele der Bauernhöfe wurden nicht wieder aufgebaut, da die Flammen zuviel zerstört hatten. Man baute diese an einem anderen Ort wieder auf, was zu einer großen Veränderung des Stadtbildes beitrug. Zur Bekämpfung und Verhütung weiterer Brände, wurde 1867 ein organisierter Brandschutz ins Leben gerufen. 1900 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr und kurze Zeit später eine Betriebsfeuerwehr gegründet.

Kriege und Seuchen brachten außer den Naturkatastrophen und Großbränden, Not und Elend in unsere Dorf. Versprengte oder kämpfende Truppen suchten um 1547 (Schmalkaldischer Krieg), 1630 (30jähriger Krieg) und 1760 (7jähriger Krieg) unser Örtchen heim und drohten den Bürgern mit Raub, Brand und Mord. Von 1805 bis 1815 zogen napoleonische, österreichische und russische Truppen durch Crossen.

Dadurch wurden auch viele Seuchen mit einschleppt, wie zum Beispiel die Pest oder die Cholera. 1633 breitet sich die Pest in Crossen rasant aus. 1865/66 wütete die Cholera in unserem Örtchen. Da der Friedhof an der Kirche zur damaligen Zeit die ganzen Opfer der Krankheiten nicht fassen konnte, wurden sie am neu angelegten Friedhof "Am Kuchel" beigesetzt.

Dank des unermüdlichen Fleiß und aufopfernden Kampf entwickelte sich Crossen immer weiter. Um 1600 wird nur noch von Voll- und Halbbauern gesprochen. 1750 kamen dann noch Gärtner dazu. Am 10. Juli 1869 zählte man hier ca. 800 Einwohner, 10 Gartennahrungs- und 50 Gutsbesitzer.

An die bereits erwähnte Mahlmühle wurde um 1670 eine eigene Papiermühle angeschlossen, aus dieser sich später die Papier- und Zellstoff Industrie entwickelte.

Im Jahr 1839 wurde auch hier allmählich die einsetzende bürgerliche Demokratisierung spürbar. Dies zeigte sich unter anderem bei der Wahl des ersten Gemeinderates am 30. März 1839.

Bereits 1867 hatte Crossen einen organisierten Brandschutz und 1900 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

1633 breitet sich die Pest in Crossen rasant aus. 1865/66 wütete die Cholera in unserem Örtchen. Da der Friedhof an der Kirche zur damaligen Zeit die ganzen Opfer der Krankheiten nicht fassen konnte, wurden sie am neu angelegten Friedhof "Am Kuchel" beigesetzt.

Quelle: Festschrift der Gemeinde Crossen zur 750-Jahr-Feier vom 7. bis 15. Juni 1969

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